Achtsamkeit im Denken

Jeder Mensch führt einen inneren Dialog mit Hilfe dessen er versucht sein Verhalten zu steuern, Probehandlungen im Geist durchzuführen. Die Gedanken kommen und gehen und im Grunde genommen wollen wir sie steuern und kontrollieren. Steuerung setzt aber ein Ziel voraus, denn nur dann kann man den Grad der Zielerreichung oder -abweichung kontrollieren.

Welche Ziele man sich wählt hängt von den konkreten Lebensumständen und den individuellen Fähigkeiten ab. Darüber hinaus ist ganz entscheidend wie man denkt: Mit einer positiven Grundeinstellung oder mit Zweifeln am Erfolg.

Was ist eine positive Grundeinstellung?

Prinzipiell die Einstellung, dass das Leben aus Chancen besteht die man ergreifen muss, um daraus Lernerfahrungen zu machen. Das bedeutet nicht, dass alle Ergebnisse immer Erfolge sind im Sinne der Zieldefinition. Es bedeutet vielmehr, dass der einzelne Willens ist, unterschiedliche Perspektiven zur Beurteilung einer Situation einzunehmen. Aus dieser variierenden Perspektivenübernahme erkennt man neue Zusammenhänge und Standpunkte. Man ist in der Lage, flexibel zu reagieren bzw. schon im Vorfeld neue Handlungsalternativen zu generieren.

Kommunikation

Von seiner Umwelt wird man in erster Linie am Verhalten gemessen und nicht an dem was man sagt. Ist eine Beziehung nicht vorbelastet so glaubt man zunächst auch dem gesprochenen Wort. Aber dann müssen Reden und Handeln im Einklang sein, um Glaubwürdigkeit zu erreichen. Das daraus entstehende Vertrauen baut sich erst allmählich auf und wirkt primär über die Vorbildfunktion. Nur wer die Regeln, die er aufstellt auch selbst ohne wenn und aber befolgt, wird für andere richtungsweisend.

Handeln

Warum müssen wir an Silvester immer wieder gute Vorsätze für das Neue Jahr fassen?

Weil wir nichts tun, wir denken nur und ärgern uns hinterher, weil nicht das passiert ist was wir wollten. Den meisten Menschen geht eine unmittelbare Handlungsorientierung fast gänzlich ab. Anscheinend wurde dieses Verhaltensmuster in der Sozialisation nicht erlernt.

Angstfreiheit

Ein unbewegter Geist oder Verstand existiert nur wenn er angstfrei ist: Angst vor Versagen, Angst vor Verlust oder Zurückweisung und auch Angst vor Krankheit und Tod. Wer hat schon keine Ängste?

Also ist Angstfreiheit ein theoretisches Ideal? Allein die Tatsache, dass wir uns diesen Zustand vorstellen können, beweist seine mögliche Realität.

Angstfreiheit beruht auf der Erkenntnis eigener Fähigkeiten und Möglichkeiten. Individuelle Stärken und das Gefühl die Kontrolle über sein Leben auszuüben reduzieren die Unsicherheit. Diese Kontrollvorstellung ist in erster Linie ein theoretisches Konstrukt. Keiner kann die Komplexität menschlichen Lebens kontrollieren – bestenfalls ist man in der Lage die Realität angstfrei zu gestalten. Damit verzichtet man auf die Reduzierung der Komplexität und ist in der Lage, sein Umfeld aus unterschiedlichen Perspektiven wahrzunehmen.