Achtsamkeit im Denken

Was der Mensch denkt strahlt er aus oder genauer gesagt, wie er denkt. Sehe ich überall Gefahren und Feinde werde ich niemals offen auf andere zugehen. Im Gegenteil: Ich werde misstrauisch mein Umfeld betrachten, übervorsichtig agieren und meine Position verteidigen. Und genau diese Signale werde ich auch durch meine Körpersprache aussenden. Das Ergebnis ist klar: Die Kooperation wird sich auf das absolut notwendige Minimum beschränken. Mein Image bei anderen wird geprägt durch Rechthaberei, Inflexibilität und negative Einstellung zu Neuerungen. Diese “Negativspirale” erfährt von allen Seiten Verstärkungsimpulse und wird so zur self fulfilling prophesy. Mit dieser Ausstrahlung gewinnt man nicht viele Freunde und der Erfolg hält sich in Grenzen.

Sehe ich dagegen meine Optionen und mein Selbstwertgefühl ist geprägt von der Überzeugung der eigenen Leistungsfähigkeit, dann sende ich positive Signale aus im Sinne von Aktivität, Aufgeschlossenheit und Kompetenz. Ich gehe auf andere zu und warte nicht darauf, dass sie die Initiative ergreifen.

Diese Einstellung gepaart mit der prinzipiellen Achtung vor seinen Mitmenschen, ohne Ansehen der Person was Status, Herkunft, Geschlecht oder Religionszugehörigkeit betrifft, ergibt eine positive, weltoffene Ausstrahlung. Irgendwann einmal vielleicht sogar so etwas wie Charisma.

Achtsamkeit im Denken

Jeder Mensch führt einen inneren Dialog mit Hilfe dessen er versucht sein Verhalten zu steuern, Probehandlungen im Geist durchzuführen. Die Gedanken kommen und gehen und im Grunde genommen wollen wir sie steuern und kontrollieren. Steuerung setzt aber ein Ziel voraus, denn nur dann kann man den Grad der Zielerreichung oder -abweichung kontrollieren.

Welche Ziele man sich wählt hängt von den konkreten Lebensumständen und den individuellen Fähigkeiten ab. Darüber hinaus ist ganz entscheidend wie man denkt: Mit einer positiven Grundeinstellung oder mit Zweifeln am Erfolg.

Was ist eine positive Grundeinstellung?

Prinzipiell die Einstellung, dass das Leben aus Chancen besteht die man ergreifen muss, um daraus Lernerfahrungen zu machen. Das bedeutet nicht, dass alle Ergebnisse immer Erfolge sind im Sinne der Zieldefinition. Es bedeutet vielmehr, dass der einzelne Willens ist, unterschiedliche Perspektiven zur Beurteilung einer Situation einzunehmen. Aus dieser variierenden Perspektivenübernahme erkennt man neue Zusammenhänge und Standpunkte. Man ist in der Lage, flexibel zu reagieren bzw. schon im Vorfeld neue Handlungsalternativen zu generieren.