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Wird die Nach-Corona Zeit besser als die Zeit vorher – falls es sie denn gibt? Was ändern wir bisher und wer ist wir? Zum einen gibt es die Politiker, die ihre Entscheidungen im Hinblick auf die nächste Bundestagswahl treffen und in klassischer Manier große, bis jetzt noch, etablierte Firmen mit Milliarden unterstützen. Die große Masse der Menschen, die unter den Corona Restriktionen leiden, werden mit Kleinbeiträgen versucht bei Laune zu halten.

Das Argument, dass die großen Firmen viele Menschen beschäftigen zündet nicht, wenn man sich die geplanten Personalanpassungsmaßnahmen anschaut. Darüber hinaus werden keine Lehren aus der mangelhaft vorhandenen Digitalisierungsstruktur gezogen. Die Hauptinvestitionen, die eigentlich Zuschüsse sind, fließen in klassische Industriestrukturen. Es werden Strukturen bedient und nicht Menschen – und dann auch noch die falschen! Der Stellenwert von Kunst und Kultur und die damit betroffenen Menschen sind aus staatlicher Sicht anscheinend nicht systemrelevant genug.

Zum anderen gibt es die “normalen” Menschen und dazu gehören auch alle Kunstschaffenden. Eigentlich die Mehrheit, ohne die das System nicht funktionieren würde weil Steuerzahler. Was ändern wir “normalen” Menschen? “Normal” deshalb bisher in Anführungszeichen, weil ich die Definition nicht genau fassen kann. Wenn die Mehrheit etwas ändern möchte, kann sie in einem demokratischen System die Weichen stellen. Damit meine ich nicht nur die Wahlen sondern die Artikulation präziser Vorstellungen. Im Internetzeitalter, auch wenn die Digitalisierung bei uns noch in den Kinderschuhen steckt, gibt es genügend Möglichkeiten sich zu beteiligen. Es darf nicht sein, dass nur Radikale und Dummschwätzer, Verschwörungstheoretiker und rechte Politiker sich vermehrt der digitalen Medien bedienen und die große Mehrheit dazu schweigt.

Warum? Ist es gefährlich? Unter Umständen ja. Ist es schwierig? Nein. Ist es unter meinem Niveau mich an “sowas” zu beteiligen? Vielleicht. Um nach Corona nicht die gleichen Verhältnisse wie vorher zu haben, müssen sich alle einbringen. Wir können alle unser Verhalten und unsere Gewohnheiten überdenken, um die Zukunft besser zu gestalten.

Was bedeutet besser? Es ist relativ einfach gegen etwas zu sein, etwas abzulehnen, etwas zu verdammen. Aber diese bessere Zukunft zu definieren ist schwierig. Einfach lässt sich nur die globale Metaebene skizzieren: Klimaerwärmung und Luftverschmutzung müssen reduziert werden – klar. Dem Auseinanderdriften der Vermögensverteilung muss entgegengewirkt werden – aber wie? Einen Konsens über das Wie herzustellen ist die große Herausforderung, weil die großen, hehren Ziele heruntergebrochen auf den Einzelnen unter Umständen weh tun, eine Verhaltensänderung bedeuten, eventuell einen Verzicht auf Liebgewonnenes. Darauf habe ich aber Anspruch, das habe ich mir erarbeitet, das habe ich verdient, der andere nicht! Warum also eine Veränderung?

Die Veränderung passiert sowieso, ob wir sie wollen oder nicht.  Deshalb sollte sie zielgerichtet und mit Absicht herbeigeführt werden! In einer demokratischen Gesellschaft ergibt sich jetzt das Problem, das Neuausrichtungen mehrheitsfähig sein müssen, um legitim zu sein. Also nützt es nichts nur eine mehr oder weniger große Gruppe Gleichgesinnter hinter sich zu scharren, sondern man muss kompromissfähig sein, die eigenen Überzeugungen offen mit anderen weiterentwickeln und versuchen, die Wertebasis der anderen zu verstehen.