Identifikation mentaler Modelle

Warum brauche ich eine positive Lebenseinstellung? Was ist eine positive Einstellung?

Die Antwort ist vielschichtig und doch ganz einfach. Vielschichtig deshalb, weil sie der Komplexität des menschlichen Lebens gerecht werden muss und einfach, weil der Kern der Wahrheit in jedem selbst liegt.

Fangen wir mit der Definition von positiv an. Positiv ist alles, was mich in einen Zustand der Zufriedenheit und Ausgeglichenheit versetzt und damit meine Leistungsfähigkeit voll zur Entfaltung bringt. Ich bin in der Lage, meine Fähigkeiten voll zu nutzen. Aber nutzen wofür? Die maximale Entfaltung setzt ein definiertes Ziel voraus, so dass ich meine begrenzt vorhandene Energie fokussiert einsetzen kann.

Jedwedes Ziel muss nun im sozialen Kontext betrachtet werden. Berücksichtigt meine Zielsetzung nur einseitig meine Interessen ohne Einbeziehung der komplexen Abhängigkeiten in die jeder eingebunden ist, so entsteht mittel- bis langfristig betrachtet lediglich eine Suboptimierung ohne dauerhaften positiven Effekt. Ziele müssen für einen dauerhaften Erfolg divergierende Interessenlagen berücksichtigen. Erst wenn man die verschiedenen Perspektiven verstanden hat, kann man selbst die Richtung finden.

Es geht also um individuelle Zufriedenheit, Ausgeglichenheit, Fähigkeiten und Ziele, die der Einzelne selbst formulieren muss. Also geht alles von einem selbst aus, ohne den Fehler zu begehen, sich als asoziales Wesen ohne Rücksicht auf andere zu definieren. Die Kraft, die Initiative, das Positive steckt im Menschen!

Woran liegt es nun, dass die meisten Menschen, von kurzen “Glücksphasen” abgesehen, unzufrieden sind z.B. mit ihrer Arbeit, ihrem Chef oder ihrem Partner, ohne etwas dagegen zu unternehmen?

Ganz einfach: Sie weigern sich, die Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Die Schuld für mangelnden Erfolg wird immer bei anderen gesucht  (und gefunden!) und nicht im eigenen Handeln oder Unterlassen.

Eine positive Lebenseinstellung ist genau genommen nichts anderes als ein Vor-Urteil dem eigenen Leben gegenüber, unabhängig von den äußeren materiellen Umständen, in die man hineingeboren wurde. Leugnet man damit nicht die Realität?

Ganz im Gegenteil: Man definiert seine eigene Realität und übernimmt die Verantwortung für die Weiterentwicklung auf ein selbst formuliertes Ziel hin. Der Einzelne wird so zum Gestalter der eigenen Lebensumstände, limitiert nur durch seine eigenen Fähigkeiten und bis zu einem gewissen Grat auch durch unterschiedliche materielle Voraussetzungen.