Vorbild

Ein Mensch mit Vorbildfunktion hält sich nicht für etwas “besseres”, er handelt weil er lernt und dadurch erkennt, dass nichts auf Dauer von Bestand ist außer dem stetig voranschreitenden Wandel. Durch diese bewusst gesuchten Erfahrungen ist es ausgeschlossen, dass einen andere Sichtweisen, Argumente, Weltanschauungen nicht interessieren. Im Gegenteil: alles Neue, alles was irgendwie anders ist als ich selbst, weckt meine Neugierde und bereitet den Weg zu gezielten Veränderungen.

Das Bewusstsein der eigenen Möglichkeiten zum gezielten Wandel öffnet den Geist und erhöht die Wahrnehmungsfähigkeit. Die Wirkung auf die Umwelt ist evident: die anderen Menschen öffnen sich, legen ihre Standpunkte klar und tragen zur gemeinsamen Weiterentwicklung bei. Der Konsens heißt nicht, den anderen überzeugen zu können, sondern sich mit ihm weiterzuentwickeln.

Zur Vorbildfunktion gehört auch die Loyalität. Das bedeutet, eine einmal definierte Beziehungsebene  darf nicht um eines einseitigen Vorteils willen gefährdet werden. Hat sich eine wie auch immer definierte “Gefolgschaft” gebildet, muss sich jeder der Beteiligten zu hundert Prozent auf den anderen verlassen können. Loyalität anderen Menschen gegenüber ist auch nicht teilbar – ganz oder gar nicht.